Echte Elternzeit
Muttertagswunsch

Muttertagswunsch

 

Muttertagswunsch

Seit einigen Jahren gibt es den Hashtag Muttertagswunsch, da sich bisher wenig davon erfüllt hat oder vielleicht eher gar nichts, greife ich das dieses Jahr gerne wieder auf.

Eine Ende der Kitaplatzkrise

Ich wünsche mir einen Kitaplatz. Ganz egoistisch für mich und ganz grundsätzlich für jedes Kind dessen Eltern wieder arbeiten gehen wollen oder müssen oder die einnfach überzeugt sind, eine Kita ermöglicht ihrem Kind Dinge, die sie selbst ihm nicht ermöglichen können.

Reale Arbeitsplatzsicherheit für Eltern

Ich wünsche mir nie wieder eine Freundin sagen zu hören, dass sie nach der Elternzeit arbeitslos ist. Theroretisch ist das ja nach geltender Rechtslage gar nicht möglich eine Mutter während der Elternezeit zu kündigen. Praktisch geschieht es. Viele Frauen wehren sich nicht dagegen weil sie die Anwalts- und Gerichtskosten fürchten oder einfach keine Zeit für den Aufwand haben. Wehrt sich die Frau dagegen, endet es in einem Vergleich mit einer Abfindung und der zentralen Klausel des Stillschweigens über den Vorgang. Beides führt dazu, dass es keinerlei tragfähige Statistik dazu gibt. Die Unternehmen können weiterhin mit hübschen Websitestatements ihre Familienfreundlichkeit feiern und die Politik muss sich um nichts kümmern. Ausser um verdächtig viele Mütter ohne Job oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen.

Gesellschaftliche Akzeptanz verschiedener Familien- und Erziehungsmodelle

Ich wünsche mir gesellschaftliche Akzeptanz verschiedener Elternschaftsmodelle. Schluss mit Verurteilungen zur Rabenmutter wenn eine Mutter irgendwas anders macht als irgendjemand das gerne hätte. Ich will kein schlechtes Gewissen eingeredet bekommen, wenn ich wieder in meine Vollzeitberufstätigkeit zurückkehre und daran auch noch Freude habe. Und auch Schluss mit despektierlichen Kommentaren über „Pantoffelhelden“ und „Weicheier“ wenn Männer sich fair an Familienarbeit beteiligen.

Das Ende der Mommywars

Zuletzt aber ganz wichtig für alles andere: insbesondere Mütter müssen sich endlich gegenseitig respektieren und unterstützen, auch öffentlich. Diese ideologischen Grabenkriege um

  • natürlich Gebären versus Kaiserschnitt
  • Stillen versus Flasche
  • Tragen versus Kinderwagen
  • Baby Led Weaning versus Breichen Füttern
  • Bedürfnisorientierte Erziehung versus alles andere
  • Karriererabenmütter versus Heimchen am Herd
  • Familienbett versus Kinderzimmer und Schlafen lernen
  • ….never ending

müssen endlich aufhören. Gehen wir doch einfach mal alle davon aus, dass jede Mutter gemäß ihren Fähigkeiten, Möglichkeiten und Rahmenbedingungen ihr Bestes gibt!

Wir haben doch wahrlich genug Gegner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die uns Müttern erklären wollen, dass wir

  • keine Hebammen brauchen,
  • kein Rückkehrrecht in Vollzeit brauchen,
  • keinen Bock auf Karriere haben und dafür auch gar nicht geeignet sind,
  • statt Kitaplätze zu fordern besser zu Hause bleiben sollten,
  • wie auch immer privat vorsorgen sollten, anstatt eine Rente zu erwarten,
  • wir gefälligst funktionieren sollen, anstatt ein echtes Wochenbett einzuhalten,
  • wir bitte entweder zu Hause bleiben oder am Strand einen fuckable after Baby body präsentieren sollen,
  • wir auf keinen Fall vor Ausbildung, Studium und Berufserfahrung jung Mutter werden sollten aber gefällligst später die eventuell nötige Fertilitätsbehandlung selber zahlen sollen und uns dann unbedingt noch dafür schämen
  • …und ich habe bestimmt noch einiges vergessen.

Also PEACE Ladys und seid ein Stachel im Fleisch derer, die uns wirklich auf die Eier gehen!

1 Gefällt mir

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.