Echte Elternzeit
Pisa

Pisa

Schon lange wünschten wir uns mal richtig viel Zeit zu haben, um in Leucate surfen zu können. Eine der besten und windsichersten Surfregionen Europas. Bei unserer groben Tourplanung stand also von Anfang an fest, dass der September dort verbracht wird. Von Pennabilli aus sind das 1055km. Am Stück mit Sohnemann undenkbar, also ging es in kleinen Etappen ans Ziel.

 

Pisa -> Monaco -> Menton -> Hyeres -> Provence

 

Zur besseren Übersicht mache ich mal trotz der Kürze der Stops einzelne Beiträge, die ich dann später den Ländern zuordnen kann.

 

Eigentlich legten wir zwar nochmal in der Nähe von Siena eine Nacht ein. Dort trafen wir kurz Freunde, die uns ein Surfbrett aus Deutschland mitgebracht haben. Nachdem uns eins vom Dach verschwunden ist, musste es ersetzt werden und ein bisschen Glück verhalf uns zu einem Gebrauchtschnäppchen aus Deutschland.

 

Pisa

Der erste richtige Zwischenstop war dann in Pisa. Wenn man schon direkt dran vorbeifährt, kann man sich das berühmte Türmchen ja mal anschauen. Wir waren zeitig aufgebrochen und kamen bereits um die Mittagszeit an. Es gibt dort praktischerweise einen Campingplatz, von dem aus man fussläufig in die Altstadt gelangt. Wir nutzten den Nachmittag für einen Spaziergang durch die Altstadt und das reicht auch völlig aus.

 

Baby in Pisa

Klar als erstes muss man zum Turm. Knirps findet ihn gut. Damit hat sichs dann auch.

Ist halt eine Turm, steht schief, habs gecheckt.

Das drumherum sieht eigentlich spannender aus. Leider braucht man dafür Eintrittskarten, diese werden für bestimmte Zeitslots verkauft und der nächst mögliche, wäre in fünf Stunden gewesen. Da fehlt uns die Geduld. Also nur von aussen bewundern und weiter durch die Gassen bummeln. Klarer Tip: vorher online Tickets holen, ich glaube die Kathedrale ist sicher einen Blick wert!

Marmor und Verfall in Pisa

Die Altstadt zeichnet sich vor allem durch einen krassen Kontrast zum Bereich um den Turm aus. Dort blütenweisser Marmor und englischer Rasen, im Rest der Stadt allgegenwärtiger Verfall und schmerzhaft sichtbarer Geldmangel. Zwischendurch immer wieder kleinere Schuckstücke scheinbar aus dem selben Marmor und der gleichen Architektur, jedoch lange nicht so schön geputzt. Die ganze Altstadt hat einen zutiefst melancholischen Anstrich. Auch mit Kinderwagen bummelt es sich jedenfalls sehr lässig durch die Strassen.

 

Blick auf den Arno

Wir spazieren bis zum Arno und kehren dann auf Umwegen zurück.

Grüß mir Florenz!

 

Zurück am Turm kann ich doch nicht widerstehen und mache die Pose, die alle machen. Jeder, wirklich jeder einzelne Mensch an diesem Turm „hält ihn fest“. Wir sind eben doch Herdentiere. Es ist eine ganz einzigartige, friedvolle Stimmung die dadurch entsteht. Es werden zahllose Sprachen gesprochen und dennoch tun alle das gleiche und sie alle lachen über die anderen und über sich selbst und können dennoch nicht widerstehen es zu tun.

Turm Pisa

Nun immerhin tue ich es in meiner völlig, ganz sicher, hundert prozentig einzigartigen Pennabilli-Panthea Short. Wobei mir auf dem Foto mit dem fast schon klischeemäßigem Momknoten auffällt, dass ich echt mal zum Friseur gehen sollte.

 

 

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