Echte Elternzeit
Spotreview Gythio

Spotreview Gythio

So langsam werden wir wohl doch mal wieder unsere Siebensachen festzurren und unser Zuhause zu neuen Ufern steuern. Daher wird es Zeit für unseren Spotreview zu Gythio.

Hafenstadt Gythio

Gythio ist ein kleiner Ort am unteren Zipfel vom Peloponnes. Das Örtchen selbst ist in die steilen Hänge der Küste gebaut, so dass man aus der Entfernung fast glaubt die Häuser seien übereinander gebaut worden und aus der Nähe denkt, die armen Menschen müssen hier auf der Treppe leben. Tatsächlich sind die kleinen Strassen ziemlich steil, bei griechischer Sommerhitze sogar unglaublich steil.

Gythio Uferansicht

Ich frage mich wie die Menschen vor der Erfindung von Baukränen, Lastwagen und E-Bikes auf die Idee kommen konnten, sich ausgerechnet hier anzusiedeln. Wo doch ein paar Kilometer weiter das Land flach zum Meer abfällt und der Bau einer Stadt sich deutlich einfacher gestaltet hätte. Tatsächlich gibt es den Ort vermutlich schon länger als unsere Zeitrechnung nach Christi, war er einst eine wichtige Hafenstadt von Sparta und lange Zeit Ausgangspunkt der spartanischen Flotte. Dafür wirkt es heute geradezu langweilig friedlich.

Gythio Strassenszenen

Wie es sich für eine Hafenstadt gehört gibt es einen malerischen Leuchtturm. Ansonsten sind die Highlights der Freitägliche Fruchtmarkt und Überreste eines Amphitheaters als letztes Überbleibsel der antiken Geschichte des Ortes. Direkt neben diese alten Steine wurde übrigens eine kleine Kaserne gebaut, dessen Wachposten als Hauptaufgabe darauf zu achten haben, dass niemand aus Versehen etwas davon fotografiert.

Gythio Amphitheater

Ortsteil Mavrovouni

Zu Gythio gehört auch die Ortschaft Mavrovouni mit dem Mavrovounistrand. Beides nur wenige Kilometer entfernt, allerdings sind dazwischen einige Höhenmeter zu bewältigen. Obwohl von Freunden dafür belächelt, sind wir froh um unsere E-Bikes, mit denen wir ohne Schweißausbrüche mal eben rüberradeln können. Vom Höhepunkt dieses Bergchens aus, hat man allerdings einen tollen Ausblick

Gythio von oben

Camping Meltemi

Am Mavrovounistrand, der sich über mehrere Kilometer erstreckt und teils sandig teils etwas kiesig ist, befinden sich drei Campingplätze. Alle drei haben was für sich. Wir entschieden uns für Meltemi Camping, dieser ist am nächsten an Gythio und verbindet die Annehmlichkeiten von Pool, Minimarkt und kleinem Restaurant mit Naturcamping. Eigentlich ist der gesamte Platz eine Olivenbaumplantage, zwischen denen einige Stromkästen montiert wurden und schwups ist es ein wundervoll schattiger Campingplatz. Einge Reihen von Stellplätzen unter Kiefern für die größeren Gefährte gibt es ebenfalls. Wir hatten sogar das Glück in der ersten Reihe zu stehen. Hier trennt uns nur ein Zaun und ein etwa fünf meter breiter Streifen von allmorgendlich liebevoll beregneten Kakteen vom Strand. Da unser Schlafzimmerfenster recht hoch gelegen ist, blicken wir morgens über die Kakteen hinweg auf den orangeglühenden Himmel über dem Meer und können jederzeit checken was der Wind vermeldet.

Einfahrt Meltemi Camping

Surfen am Mavrovounistrand

Das Wasser wird hier sofort tief und mit Wind gehen meist Kabbelwellen einher. Der Wind selbst ist selten stetig, sondern dreht gerne, ist oft böig und irgendwann plötzlich ohne Vorwarnung weg. Kein Anfängerrevier!

Aber wenn der Wind weht, hat er durchaus 4 bis 5 Beaufort und das Wasser bietet viel Platz für die Könner. Von unseren Heimatspots an der Ostsee bin ich ganz anderes Gedränge auf dem Wasser gewöhnt. Hier braucht man keine Vorfahrtsregeln beachten.

Mavrovouni Beach

Gythio ohne Wind

Mit ohne Wind kann man entweder faul am Strand liegen, noch fauler in einem der unzähligem Cafe´s sitzen und sich mit Frappee aufmoppeln oder ein paar Ausflüge machen. Mit dem Rad geht es locker zum Wrack der Dimitrios, sportlich bis nach Sparta oder zu den Tropfsteinhöhlen von Diro, wobei man auf dem Weg dahin noch zahlreiche kleine Buchten und Ortschaften bewundern kann. Also sowohl zum chillaxen, als auch zum ausflügeln ist hier alles dabei. Gythio bekommt ganz klar ein Daumenhoch von uns.

Tropfsteinhöhle Dirou

Tropfsteinhöhlen von Dirou

(Daumen hoch ist auf griechisch übrigens wie Mittelfinger lang, also hier besser nicht verwenden!)

 

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