Echte Elternzeit
Und…wie isses???

Und…wie isses???

Kaum eine Woche unterwegs kommt von daheim diese Frage. Aber nicht nur von dort, auch unterwegs kommen wir immer wieder mit Fremden auf das Thema Elternzeit (Campingplätze sind ja sehr kontaktförderliche Orte) und stets kamen zwei Fragen „Wie isses?“ und „Wie finanziert ihr das?“. Die zweite Frage stelle ich mal für einen eigenen Beitrag zurück. Auch über die erste musste ich selbst erstmal nachdenken.

Es ist toll!!!

Es ist nicht nur Zeit für die neue Familie, es ist auch Zeit für jeden für sich selbst und uns als Paar. Wir sind direkt von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf gestartet. Im Vergleich zu anderen verwenden wir jedoch schon immer viel Zeit und Aufmerksamkeit auf das Leben ausserhalb des Berufs. Überstunden machen wir nur wenn es wirklich wirklich nötig ist und Urlaube und Wochenendtrips haben stets hohe Priorität. Arbeiten um zu Leben, nicht umgekehrt. Aber der übliche Urlaub von maximal drei Wochen ist mit mehreren Monaten Auszeit von der Arbeit nicht zu vergleichen.

 

Das innere Abschalten von den Gedanken an ToDoListen dauert länger und gelingt zumindest mir erst jetzt, mein Mann ist da noch mehr der Easy Going Surferdude. Zuhause begann dieser Prozess des inneren Freiwerdens vom alltäglichen Sorgenwahnsinn nur sehr langsam, jetzt auf Reisen, einfach nur woanders als da wo die Post die Rechnungen hinschickt, geht es immer schneller. Sonst habe ich den Kopf immer voll mit Dingen, was ist zu tun, welche Termine und Fristen sind einzuhalten, was sollte ich noch schaffen, wo will ich noch hin im Leben, ist das alles richtig was ich hier tue, bedrohliche Weltpolitik, Zukunftsängste…Endlosschleifen.

Das nie stillstehende Gedankenkarussell wurde langsamer und der Karussellschubser auf dem Jahrmarkt der Pflichten und Ambitionen ist heiser geworden. Fast ist Ruhe im Kopf. Immer weniger muss unbedingt gesagt werden und so sitze ich auch mal schweigend in einem Café und schaue einfach nur aufs Wasser oder freue mich über ein Gänseblümchen.

Ich-Zeit.

Dann schaue ich zu meinem Mann und wir lächeln uns einfach nur an.

Paar-Zeit.

Und wann immer Zwergi gluckst, sind wir bei ihm, ganz bei ihm.

Familienzeit.

0 Gefällt mir

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.