Echte Elternzeit
Valencia

Valencia

Von Tarragona nochmal 250 km weiter südlich die Küste hinunter, kamen wir an Valencia vorbei und legten erneut einen kurzen Stop ein.  Der gefundene Campingplatz war leider wenig einladend aber verfügte über eine Bushaltestelle, die uns in die Innenstadt bringt. Der Bus hätte uns auch direkt ins Zentrum zur Altstadt gebracht, allerdings entschieden wir uns schon vorher bei Ciutat de les Arts i les Ciences auszusteigen. Eine durchwachsen gute Entscheidung.

Das Ciutat de les Arts i les Ciences von Valencia

Die äussere Begrenzung des Komplexes begrüßt Besucher mit Erinnerungen an Antoni Gaudi’s Fassadenelemente, die mir aus Barcelona noch gut vor Augen stehen.

 

Erinnerung an Gaudi

Der Eingang den wir nahmen führt einen zunächst durch eine Art gigantischen Wandelgang mit einem kleinem botanischem Garten. Die hoch aufragenden geschwungenen Stahlträger bilden einen fast surrealen Kontrast von ganz eigener Eleganz.

 

Parkarchitektur

Am Ende dieses Bereiches tritt man wieder hinaus ins Freie und blickt auf eine tieferliegende Ebene, in der flache Wasserbecken einen türkisfarbenen Kontrast zu den weißen Fassaden der umliegenden Gebäude bilden.

 

Wissenschaftspark Valencia

Auf einer Freifläche gibt es eine kleine OpenAir Ausstellung zu Astronomie. Man kann dort zum Beispiel die Planetenkostellation unseres Sonnensystems sehen oder das Kind auf dem Mond spazieren gehen lassen.

 

Kind auf dem MondRein Architektonisch ist die gesamte Anlage überaus gelungen und unbedingt einen Besuch wert.

Gastronomisch eine mittelschwere Katastrophe, definitiv vorher woanders frühstücken!

Fehlentscheidung Ozeaneum Valencia

Zum Gesamtkomplex gehört auch ein Ozeaneum. Da wir das Ozeaneum in Stralsund sehr schätzen, wollten wir uns auch dieses anschauen und bereuen es zutiefst.

Ja natürlich gibt es tolle Fische zu sehen.

 

Ozeaneum Valencia

Und ja auch unser Zwerg war davon durchaus begeistert, soweit er es erfassen konnte.

 

Kind unter Wasser

ABER

Der Eintritt ist unverschämt teuer und leider ist das noch das geringste Problem.

Die Becken für doch recht große Arten sind defintiv viel, viel zu klein.

Das ganze Gelände wird permanent mit Musik beschallt, was für Tiere wie Menschen einiges an Stress bedeutet.

Es gibt ein Delfinarium mit dem ganzen Showspektakel, von dem ich dachte seit „Free Willy“ gäbe es diese Dinger gar nicht mehr.

Es gibt nur homöopathische Dosen an Informationen zur Bedrohung der Meere durch den Menschen. Auch über die Zusammenhänge in diesen Ökosystemen erfährt man nichts. Ich finde gerade das ist die Hauptaufgabe eines verantwortungsvollen Ozeaneums.

 

Ich schäme mich ein wenig, dass wir uns ganz offensichtlich im Vorfeld zu wenig informiert haben und mit unserem Eintritt dieses Ding nun auch noch unterstützt haben.

Valencia bräuchte mehr Zeit

Vom Wissenschaftspark aus führt ein schmaler, langgezogener Park bogenförmig um Valencias Innenstadt herum. Breite  geschwungene Wege, kleine Gewässer, immer wieder schattige Wiesen und viele Möglichkeiten zu sitzen oder Kinder toben zu lassen sind perfekt für lange Spaziergänge. Dummerweise haben wir uns schon ziemlich müde gelaufen und stellen in der Altstadt angekommen fest, zu knülle zu sein, um noch wirklich genießen zu können.

Leider also bleibt uns vieles von Valencia verborgen.

Wir hatten uns die Regel auferlegt, dem Kleinen nicht mehr als einen Tag im Kinderwagen am Stück zuzumuten. Für ihn sind solche Stadterkundungen ja eher nicht so artgerecht. Da der Campingplatz ihm ebenfalls keinen Auslauf bietet und auch für uns nicht sehr zum Bleiben einlädt, fahren wir also weiter.

0 Gefällt mir

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.