Echte Elternzeit
Erste Testfahrt mit neuem Wohnmobil – ab in die Tropen

Erste Testfahrt mit neuem Wohnmobil – ab in die Tropen

Welches Wohnmobil für die Elternzeitreise?

Unser Reiseplan funktioniert nicht ohne Wohnmobil. Unser geliebter „Roter“ taugt dafür leider nicht, er ist zu klein und die Kletterpartie ins Bett ist mit Baby auch eher doof, also musste ein Tausch her. Der Neue ist gefühlt gigantisch, fühlt sich an wie eine fahrende Schrankwand und lässt unseren Coolnessfaktor nach unten rauschen…aaaaber er bietet den nötigen Comfort für acht Monate zu Dritt ohne sich gegenseitig auf den Zünder zu gehen. Auch wenn wir mal ein paar Regentage haben, die uns drinnen festnageln. Wir haben lange nach dem richtigen Modell gesucht. Zum einen sollte er ja einige Bedingungen erfüllen aber bezahlbar musste er auch sein.

Wichtig war uns:

  • ein zuverlässiges Gefährt, für das wir überall eine Werkstatt und Ersatzteile bekommen
  • leistungsstarker Motor, der uns auch mal durch die Berge oder über mäßig gute Strassen bringt
  • nicht zuviele Kilometer auf der Uhr
  • ein Festbett, das ohne Kletterei erreichbar ist
  • robuster Innenausbau, der meine Ungeschicklichkeit und Zwergis zukünftige Entdeckerlust aushält
  • eine große Couchecke, die uns beiden ermöglicht mal die Beine auszustrecken
  • wirklich richtig viel Stauraum für Surfequipment und die eine Quadrillion Dinge, die eine Baby anscheinend so braucht

Wir haben schon vor einem halben Jahr angefangen zu suchen und hatten schliesslich großes Glück unser Traumauto sogar in der Nähe zu finden. Bei der Besichtigung waren wir beide sofort überzeugt. Letzte Woche konnten wir ihn zu uns holen und erfreuen uns seither täglich am Anblick unserer Zweitimmobilie vor der Haustür.

 

Ansicht Wohnmobil
Unser Monster

Testfahrt Nummer eins

Bei dem eisigen Wetter würden wir eigentlich am liebsten sofort losfahren, da das nicht geht, nutzen wir die Zeit für einige Testfahrten. Die erste geht zum Wintercamping im Tropical Island, womit wir auch gleich Zwergi mit Urlaubsfeeling konfrontieren können. Warum auch immer, die Tagesmiete auf dem Womo-Stellplatz ist inklusive Eintritt geringer als eine normale Tageskarte ohne Camping.

Auf der Fahrt fühle ich mich wie eine Schnecke auf Reisen, langsam aber im eigenem Haus. Dabei ist das Haus so groß und klapperig, dass ich brüllen muss, um dem Mann am Steuer mitzuteilen, dass Zwergi das Auto mittels Tiefschlaf abgesegnet hat.

Lessons learned:

  1. Frag nach ob der andere unter „Bettzeug“ Bettwäsche und/ oder Bettdecken versteht. Wir hatten nur Bettwäsche dabei.
  2. Es ist völlig okay für den Nachwuchs viel zu viel einzupacken. Dann friert wenigstens einer in der Nacht nicht, Zwiebellook sei Dank.
  3. Prüfe doppelt ob wirklich Nuckel in der Tasche sind, sonst versprichst du demjenigen der dir einen verkauft womöglich dein zweites Kind.
  4. Mit ein bischen Flexibilität und reichlich Ignoranz für kopfschüttelnde Menschen, die scheinbar viel besser wissen, was für ein Baby gut ist, kann man auch als Eltern alles tun was man ohne Kind getan hat (also zumindst mit nur einem Kind, welches grundsätzlich chillig drauf ist).
  5. Zwergi liebt Wärme, schon allein weil er dann nicht so lange unter der Anziehprozedur leiden muss. Wasser nimmt er zumindest ohne Protest hin, hier ist noch Steigerungspotenzial für ein Surferbaby.

Die zwei Tage und zwei Nächte haben schonmal echt Spass gemacht Okay, nein die Nächte nicht, auch wenn die Heizung wirklich tapfer gekämpft hat, Kälte ist mein Kryptonit. Wir müssen definitv noch einiges ein-, um- und verräumen, um aus diesem Wohnmobil unser Wohnmobil zu machen aber wir haben ja noch Zeit und die nächste Testfahrt Richtung Ostsee ist schon in Planung.

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